Donnerstag, 29. März 2012

Katy's Greaties | dm ♥ mich

Der letzte Advent war für mich sehr durchwachsen. Zwar hatte ich einen liebevoll vom Freund gebastelten Adventskalender voller meiner Lieblingsschlickersachen, und doch war ich unzufrieden. Denn mein Lieblingsdrogeriemarkt dm bot all seinen Facebook-Fans jeden Tag die Chance, einen riesigen Korb voller Shampoo, Duschgel und Kosmetika zu gewinnen.

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Doch bereits nach einigen Tagen fühlte ich mich eher demotiviert als beflügelt. Es wollte mir partout nicht gelingen, dem Waschbären durch das zeitige Anklicken des Stop-Buttons die Mütze aufzusetzen! Simple Aufgabe, gar kein Erfolg. Natürlich war ich nicht die einzige, die jeden Tag voller Enttäuschung über den nicht bestandenen Adventskalendertest war, und so füllte sich die dm-Facebook-Pinnwand mit genervten Kommentaren, dass man einfach nicht gewinnen kann. Bei 50 Adventspäckchen und einer Fanzahl im sechsstelligen Bereich ist es zwar nur logisch, dass nicht jeder das goldene Los ziehen kann, aber nach 24 Tagen und somit 24 erfolglosen Versuchen fühlt man sich doch etwas gelackmeiert.

Daher hielt sich meine Begeisterung auch erstmal in Grenzen, als wieder über Facebook eine neue Aktion angekündigt wurde: dm hat die halbe Millionen-Fans-Markt geknackt und will sich mit jeder Menge individualisierter Duschgels bedanken.

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Nur fünf Tage Zeit für eine Sache, die ich im Dezember nicht mal an 24 geschafft habe? Egal, mitmachen schadet ja nicht. An den ersten zwei Tage schickte ich meinen Hasen zwar erfolglos durch die drei verschiedenen Rutschen, aber - plötzlich habe ich gewonnen! Ja richtig, ich bekam einige Zeit später mein eigenes Balea-Duschgel mit meinem eigenen Bild und eigenem Namen drauf! Das Endergebnis will ich euch nicht vorenhalten, and so I proudly present:

Mein Balea-Duschgel, die Jubel-Edition! Mit Pitaya-Duft.





dm ♥ mich und ich ♥ dm.

Samstag, 24. März 2012

Krokopapst.

Der Papst bringt also am Montag das Krokodil nach Kuba. Wenn das mal nicht wahrlich gute Nachrichten für die katholische Kirche sind!

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So etwas klingt natürlich erstmal zweideutig. Der Papst bringt das Krokodil nach Kuba. Hust. Aber da müssen wir jetzt durch, denn immerhin bringen es die Katholiken, wie eigentlich sämtliche Religionen und Sekten dieser Welt, nicht wirklich oft zu positiven Meldungen, also wird nun richtig die Werbetrommel gerührt.

»Wir bringen ein Krokodil nach Hause, ist das nicht fein?« Ja, genau. Ihr schafft eine illegal ins Land geschaffte bedrohte Tierart wieder in die Heimat zurück, und schon werdet ihr mit Lob überschüttet? Der Papst wollte doch so oder so nach Kuba! Dass er nun noch das Krokodil, das im Januar ernsthaft eine eigene Audienz beim Weißmützenmann bekam, mitbringt, ist doch purer Zufall. Oder sollte ich sagen: berechneter Zufall. Denn kaum bemerkte der Vatikan, dass sich aus der Geschichte brauchbare PR machen lässt, setzte er alle Hebel in Bewegung, um soviel wie möglich daraus mitzunehmen. Und womöglich, um sämtliche negativen Dinge, die in der Zwischenzeit passieren, zu überschatten. Cleverer Schachzug, obgleich an Absurdität kaum zu überbieten.

Doch da das Krokodil-nach-Haus-Bringen anscheinend alles ist, was der Vatikan heutzutage an erfreulichen Nachrichten zustande bringt, kann man sich ja an zwei Fingern ausrechnen, wie schlecht es um ihn bestellt ist, und -mehr noch- wie genau die Katholiken das selbst wissen. Außerdem, wer braucht schon einen Papst?!

Donnerstag, 22. März 2012

Ausgegraben | There's oceans in between us but that's not very far.

An dieser Stelle präsentiere ich euch zukünftig in der neuen Kategorie AUSGEGRABEN immer wieder Bands, Alben oder Songs, die mir früher sehr viel bedeutet haben und mir nun nach Jahren des unverdienten Nichthörens wieder in die Hände fallen. Falls es eine gibt, verrate ich dazu eine passende Annekdote und schwelge in Erinnerungen - das wird fein! Also los:


Damals, als man tatsächlich noch in den Plattenladen fuhr, um sich eine CD zu kaufen, statt sie einfach bei amazon oder iTunes in den Warenkorb zu schieben, fasste ich die Entscheidung, eine Investition zu tätigen: Ich besorgte mir Come Clean, das Major-Label-Debüt einer Alternative-Rock-Band namens PUDDLE OF MUDD (Erinnert ihr euch?).

Als riesengroßer Limp Bizkit-Fan bin ich damals gar nicht drum herum gekommen, diese neuen Schützlinge von Fred Durst zu mögen. Natürlich hat die Puddle of Mudd-Musik nichts mit dem damals sehr populären Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavored Water-Nu Metal zu tun, aber das Potential dieser Band hat der Herr Skandalrocker schon richtig erkannt und voller Enthusiamus direkt auch Come Clean produziert. Und was Fred damals anfasste, wurde zu Gold! So auch im Falle Klein-Kathrin, die sich das Album bei amazon angehört und im Anschluss sofort zum Plattenladen geradelt ist, um sich das gute Stück zuzulegen.


Denn bis heute habe ich dies nicht bereut. Alle Jubeljahre hole ich die Platte wieder aus dem Regal, entstaube sie und lege sie in den Player. Direkt fühle ich mich wieder ins Jahr 2001 zurückversetzt, als sich langsam aber sicher "härtere" Spielarten der Musik in meine bis dato riesige Britney Spears-Sammlung einschlichen. Überraschenderweise merkt man es dem guten Stück keineswegs an, dass es bereits stolze elf Jahre auf dem Buckel hat, und all die Sunrise Avenue-Bands da draußen sollten sich ruhig mal eine Scheibe von deren Aktualität abschneiden.


Die Lieder, die mir von dieser Platte am meisten im Gedächtnis geblieben sind, sind definitiv die emotionalen. Natürlich hat Come Clean auch harte Momente, die es mir angetan haben, aber die Stärke der Band liegt auf jeden Fall in den Power-Balladen (schreckliches Wort). Puddle of Mudd wollen nicht nur laut sein, sondern auch authentisch.

Blurry
Das Highlight von Come Clean.
Ein großartiges Lied, das Sänger Wes Scantlin für seinen Sohn Jordan geschrieben hat. Ein amerikanisches Gitarrenmagazin wählte den Gitarrenriff zu einem der "Top Ten Riffs of the Decade".


Drift And Die
Und wieder ein ruhigeres Lied, das sich hervorhebt.


Out Of My Head
Die können aber auch härter!



Tatsächlich machen Puddle of Mudd auch heute noch Musik. Anno 2009 kam die letzte Langspielplatte mit dem klangvollen Namen Volume 4: Songs in the Key of Love & Hate und 2011 die aktuellste Compilation unter dem nicht minder komplizierten Prädikat Re:(Disc)Overed (Hallelujah, Copy-Paste!) auf den Markt. Zur Zeit sitzen die Jungs wieder im Studio, um neues Material einzuspielen, mittlerweile aber längst ohne ihren Entdecker Fred Durst. Es bleibt abzuwarten.

Sonntag, 18. März 2012

Sonntagsfahrer #9

Klares Highlight der Woche:

SPOTIFY ist endlich auch in Deutschland nutzbar!

An diesem Dienstag wurde die wunderbare schwedische Musikstreamingsoftware auch hierzulande freigeschaltet und lässt damit ein Ende der Simfy'schen Fünf Stunden Musik pro Monat und zwischen allen Songs 30 Sekunden Werbung ist ideal für Free-User-Attitüde und der Grooveshark'schen Hier den Germany Unlocker for Google Chrome runterladen-Zeiten erkennen. Wir haben schließlich jahrelang drauf warten müssen und nun ist es endlich Realität. Immerhin ist Spotify bei weitem die beste Streamingsoftware, die es gerade gibt: eine riesige Songauswahl in sehr guter Qualität, kein Konsumlimit, kaum Werbung, trotzdem umsonst, und wenn man möchte, kann die Mucke sogar bei last.fm gescrobbelt werden - was will man mehr? Okay, man braucht dafür ein Facebook-Konto, aber das haben wir ja sowieso alle, und diesen Preis zahlen ich gern für den vollen Musikgenuss.

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Und passend zum immer besseren Wetter kann man getrost auch mal wieder fröhlichere Musik hören, und so landeten viele schöne neue Klänge auf meinen iPod und natürlich nun auch in einer Spotify-Playlist. Die prägnantesten davon seien hier mal kurz vorgestellt:

Boy & Bear
Feeding Line

BOY & BEAR ist eine Folkband aus Sydney, auch wenn sie ganz und gar nach Südstaaten klingt. Großartige, wunderschöne Musik mit dem Potential zu meinem persönlichen Frühlingsfavoriten 2012.

Auch Part Time Believer sei euch hiermit wärmstens ans Herz gelegt!


Of Monsters and Men
Little Talks

Wie The XX haben auch OF MONSTERS AND MEN diese tollen gemischt-geschlechtlichen Gesänge, nur machen sie eben Folk statt Post-Punk. Ein süßes isländisches Grüppchen, welchem ich in den letzten Tagen einen schönen Ohrwurm zu verdanken habe.




The Shins
Simple Song

Diese Woche gab es allerdings auch noch einen herrlichen Grund zur Freude: Die wundervollsten SHINS haben endlich ihre neue Platte Port of Morrow auf den Markt gebracht und ich konnte es mir selbstverständlich nicht nehmen lassen, sie mir direkt am Freitag anzuschaffen. Nach zwei Tagen bin ich allerdings noch nicht in der Lage, mir ein Urteil zu erlauben, und obwohl es sich recht vielversprechend anhört, lasse ich vorerst die aktuelle Single für sich sprechen.




The Maccabees
Ayla

Und wo wir schon beim Thema tolle neue Musik sind, kann ich auch gleich noch schnell anmerken, dass auch die MACCABEES kürzlich nicht nur mit einem neuen Album, sondern mit einem komplett neuen Sound daherkamen. Aus den hektisch-abgehakte-Indie-Pop-Song-College-Jungs sind nun tatsächlich ernstzunehmende atmosphärische Musiker geworden, und das finde ich sehr löblich. Wer beispielweise Foals aktuelle Scheibe Total Life Forever gerne mag, wird auch mit Given to the Wild etwas anfangen können.




Band of Skulls
The Devil Takes Care of His Own

Wer auf den heißen Blues-Rock-Scheiß à la Black Keys und The Kills steht, sollte sich außerdem ruhig mal BAND OF SKULLS, die gerade erst ihr neues Album Sweet Sour veröffentlicht haben, antun. Die kloppen nicht weniger hart auf ihre Instrumente ein und klingen dabei mindestens genauso geil wie die bekannteren Genregenossen. Und dass man sich nicht schämen muss, auf einem Soundtrack der Twilight-Saga zu sein, haben ja sowieso schon so einige grandiose Bands bewiesen.




Keane
Silenced by the Night

Hat eigentlich einer von euch mitbekommen, dass KEANE tatsächlich schon im Mai mit Strangeland das erste Album seit vier Jahren rausbringen wollen? Die erste Single Silenced by the Night kommt meiner Meinung nach relativ unscheinbar daher und es bleibt nun zu hoffen, dass der Rest des neuen Materials etwas spannender ist.



So, der Frühling kann kommen, der Soundtrack ist längst da!

Mittwoch, 14. März 2012

Katy's Greaties | Goodreads

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Ich war schon immer eine Leseratte. In der ersten Klasse bekam ich einen Büchereiausweis und dieser wurde Jahr um Jahr um Jahr stets erneuert. Oftmals, vor allem in den Ferien, war ich jeden Tag in der Bücherei anzutreffen, um nach Neues vom Süderhof-Bänden, Spirou und Fantasio-Comics oder auch Bibi und Tina-Kassetten zu suchen. 

Ich habe folglich sehr viel gelesen in meiner Kindheit. Und auch noch heute gibt es für mich kaum etwas (Ent)spannenderes, als mich mit einem guten Buch ins Bett zu legen und vom Alltag abzuschalten.

Doch im Nachhinein lässt sich sehr schwer herausfinden, welche Bücher ich tatsächlich schon gelesen habe. Ich finde dies sehr schade, denn ich mag es, zurückzublicken und zu sehen, was ich bisher alles "geschafft" habe. Wie praktisch sich da doch so eine Garfunkel-Liste (Art Garfunkel, die eine Hälfte des Singer-Songwriter-Duos Simon & Garfunkel, hat im Internet eine Auflistung aller seiner über tausend seit 1968 gelesenen Bücher!) erweisen würde, doch leider ist dies rückblickend ziemlich schwer zu bewältigen - wer weiß denn ernsthaft noch von all seinen gelesenen Lektüren? Doch ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht auf dafür eine tolle Lösung finden würde, und um zukünftig einen Überblick über all meine "Errungenschaften" behalten zu können, habe ich in den letzten Monaten viel Zeit auf folgender äußerst praktischer Internetseite verbracht:


Goodreads ist eine Online-Archivierungswebsite, auf der man bis in kleinste Detail alles über seine Bücher festhalten kann, was von Bedeutung ist: Was habe ich bisher gelesen? Was möchte in ich Zukunft lesen? Wie fande ich die gelesenen Werke? Welche Bücher besitze ich? In welchem Zustand? Wann wo gekauft? Wann habe ich angefangen, es zu lesen? Wie weit bin ich nun? Und prozentual gesehen? Wie oft habe ich ein Buch gelesen? Wem würde ich es empfehlen?

Ihr seht, Goodreads möchte alles wissen. Aber nicht nur bloße Informationen, auch persönliche Kritiken kann man dort verfassen und veröffentlichen. Es gibt zudem eine große Gemeinschaft, mit der man über Bücher kommunizieren kann, sei es über private Nachrichten als auch über Buchforen. Eine weitere Feinheit macht die individuelle Empfehlungsseite aus, die, basierend auf die jeweils gelesenen Wälzer, speziell für jeden Nutzer angefertigt wird. Ähnlich wie bei den Amazon-Empfehlungen bekommt man hier Werke vorgeschlagen, die man mit etwas Glück mögen könnte.

Seit Oktober bin ich nun dort angemeldet und habe mich bestens eingelebt. So gut es ging, habe ich mich zurückerinnert und alle Bücher eingetragen, die ich in meinem Leben bisher gelesen habe (okay, die Süderhof-Bände lasse ich raus, ich gebe es zu...), und natürlich finden sich dort auch alle Schmöker, die ich gerade lese und noch lesen werde. So habe ich nun eine ziemlich gute Einsicht darüber, wie viele Bücher ich tatsächlich besitze (an die Hundert bisher!), wie ich diese fand und wie viel Zeit jedes Buch für mich abverlangt.

Mit Goodreads habe ich eine interaktive, schöne Plattform für mein Leseverhalten gefunden, so dass ich von nun an niemals mehr in die Verlegenheit komme, nicht mehr zu wissen, was bei mir wann lesetechnisch angesagt war. Sehr empfehlenswert für Vielleser, die gern den Überblick behalten und dafür auch bereitwillig etwas Zeit investieren!

Weiterklicken:

Sonntag, 11. März 2012

Sonntagsfahrer #8

Aufgrund einer nervtötenden Erkältung und daraus resultierender Langeweile diese Woche müssen wir heute mal mit einem Sonntagsfahrer für die weiblichen Leser vorlieb nehmen, nämlich über eines unserer Lieblingsthemen: dem Nagellack!

Jahrelang habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich irgendetwas falsch mache. Jede Woche gibt es diesen einen speziellen Horrorabend (denn ich bin ein Abendlackierer, finde ich am praktischsten), an dem der abgeblätterte alte Nagellack ab und der neue drauf muss. Und jedes einzelne Mal ist es ein Staatsakt!

Bevor es losgehen kann, muss man an alles Mögliche denken: Farbe auswählen (bei inzwischen 33 verschiedenen Tönen gar nicht so leicht!). Früh genug anfangen, um nicht nachts am Bett festzukleben, aber spät genug, dass man auch ohne Hände auskommt. Die Bettdecke so zurecht legen, dass man problemlos einsteigen kann. Am besten schon vorher abschminken und Zähne putzen, damit man nachher den halb getrockneten Lack nicht aus Versehen verschmiert. Nach jeder Schicht (Nagelhärter für die geschundenen Nägel, Farblack, nochmal Farblack und farblosen Überlack) mindestens zwei Minuten warten, bevor es weitergehen kann. Und um Himmels Willen niemals, unter gar keinen Umständen, mit den ungetrockneten Lackpatschefingern an die guten Klamotten kommen! Dann kann man nur noch warten und hoffen. Und am nächsten Morgen wird man dann doch damit belohnt, dass sich das Bettdeckenmuster ordentlich auf den Nagel geprägt hat. Herzlichen Dank!

Doch wie lässt sich das alles umgehen? Ich hoffte, die Antwort auf einem der zahlreichen Beauty-Blogs, die ich mir fleißig zu Gemüte führe, zu finden. Denn offenbar bin ich nicht die Einzige mit diesem kuriosen, an Lächerlichkeit grenzenden Problem, was ja an sich schon einmal sehr optimistisch stimmt!

Und siehe da, ich wurde fündig. Die Lösung ist sogar sehr einfach und kostengünstig und ja, sie funktioniert tatsächlich. In meinen Must Have-Beauty-Schrank ist ein neues Produkt eingezogen, namentlich:
Für nur 1,99 € hat man hier einen so tollen Helfer, der mir nach dem mehrmaligen Testen wirklich unabdingbar erscheint. Ich tröpfle nach dem Lackieren ein paar der Express Dry Drops auf meine Nägel und schon habe ich nach einigen klitzekleinen Minuten einen komplett getrockneten, Bettdecken-und-Zahnbürsten-sicheren Nagellack. Dauert zwar etwas länger bei mehreren Schichten, aber verkürzt die Trocknungszeit nichtsdestotrotz enorm! Zudem wird der penetrante Geruch des Nagellacks sehr gedämpft.

Im Großen und Ganzen habe ich keine Ahnung, wie ich jemals ohne diese Tropfen überhaupt nur dran denken konnte, mal eben on the go meine Nägel zu lackieren, doch nun ist das alles gar kein Thema mehr. Tolles Produkt, das meinen Nagellack-Alltag um einiges erleichtert.

P.S. Nein, ich habe keine Ahnung, woraus diese Tropfen bestehen und warum sie den Nagellack schneller trocknen lassen. Die Konsistenz ist sehr ölig (laut Hersteller Mandelöl) und man sollte auf jeden Fall ein Taschentuch bereit halten, um die Finger davon zu befreien. Aber was auch immer ich mir da auf die Nägel tropfe: Es ist mir egal, denn es funktioniert!

Freitag, 9. März 2012

Zitiert | Schlange!

Jake: »Der Film ist ja echt dämlich!«
Charlie: »Der Film ist ein Klassiker!«
J: »Er läuft jetzt 40 Minuten und wir haben noch nicht mal den Hai gesehen.«
C: »Weil sie damit die Spannung aufbauen. Das soll deine Vorstellungskraft anregen.«
J: »Weißt du, was ich mir vorstelle? Einen besseren Film.«
C: »Es ist ein Klassiker, Jake.«
J: »Ich weiß, was ein Klassiker ist: Snakes on a Plane! Weil die ja erstens in einem Flugzeug sind, da hast du sowieso schon Angst, und außerdem ist es voller Schlangen. Und die sind überall! Die sind in der Gepäckablage, sie sind im Cockpit, in jedem Kotzbeutel! Du musst dich übergeben, machst ihn auf: SCHLANGE!«

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Ich vermisse das richtige Two and a Half Men, als Charlie noch ein Arsch und Jake noch lustig war. Und Alan zwar ein Loser, aber dabei charmant. Den Quatsch mit Ashton Kutcher will doch niemand sehen.

Mittwoch, 7. März 2012

Katy's Haties | Camp Rock

Um hier von vorherein mit offenen Karten zu spielen: Ich hasse Camping. Klar, denkt ihr nun, da kommt wieder ein klassischer Katy's Haties auf euch zu. Diesmal aber nicht. Denn es geht nicht ums Camping per se. Es geht um Festivals.

Festivals oder eher Musikfestivals, um das für die Unwissenden zu erläutern, sind Großveranstaltungen, bei denen sich viele viele Menschen an einem kleinen Ort treffen, gemeinsam Zelte und Pavillons nebst Dixieklos aufbauen und anschließend drei bis vier Tage lang warmes Bier trinkend und kalte Dosenspaghetti essend bei diversen Konzerten neben den Zelten so richtig die Musiksau rauslassen. Alles draußen.

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Klingt doch erstmal nicht schlimm. Mit einigen dieser Bestandteile, wie beispielsweise dem musikalischen Teil, habe ich auch kein Problem, allerdings geht mir der ganze Rest komplett auf den Nerv.

Schon früher, als ich mit meiner Schwester ihr allererstes, brandneues Zelt im Garten testen wollte, wehrte sich mein Körper mit allen Mitteln dagegen: Nasenbluten, Kopfweh, Schwindel - eben die ganze Palette. Das kann doch kein Zufall gewesen sein oder am Wetterumschwung, der mir heute noch zu schaffen macht, gelegen haben! Das war ein klares Signal meines Körpers gegen die Übernachtung unter freiem Himmel!

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Ich will nicht verzogen klingen, aber ich brauche einfach meine Dusche und mein WC, und daran sollte auch niemand etwas Verwerfliches finden. Ich bin froh, den Luxus eines Badezimmers zu haben, was ja wirklich nicht jeder auf dieser Welt von sich behaupten kann. Hätte es schon immer Bäder gegeben, wäre so Mancher nicht an der Pest oder anderen ekeligen Krankheiten zugrunde gegangen.

Doch auf Festivals muss man auf diese Alltäglichkeit des Badezimmers verzichten. Genauso wie auf ein Bett, Privatsphäre und Ruhe. Alles Sachen also, die ich ganz gut leiden kann. Zwar nur einige Tage lang muss man es ohne sie aushalten, aber schon allein das reicht, um mich in die Bredouille zu bringen: Ich soll also locker 150 Flocken dafür berappeln, dass ich ein ganzes Wochenende lang, schutzlos dem Wetter ausgeliefert, im Dreck rumsitzen darf, um die drei Konzerte, die ich mir anschauen möchte, auch noch zu verpassen? Ist das gerechtfertigt? Soll ich wirklich die ganzen Strapazen auf mich nehmen, um mir ein paar mittelgute Bands von ganz weit hinten anzuschauen?

Ich weiß es nicht. Immerhin muss man auch die positiven Dinge sehen: Man hat vielen nette Menschen um sich, kann vom Alltag abschalten, und zum Frühstück ohne große Reue ein Bierchen zischen. Und man vergesse bitte nicht die Musik. Tatsächlich durfte ich einige meiner besten Konzerte auf Festivals erleben. Doch ob es das alles Wert ist, kann ich nicht sagen.

Sonntag, 4. März 2012

Katy's Haties | Why should the thieves have all of the fun?

Ich sage euch, die Diebe heutzutage müssen es wirklich schwer haben. Nicht nur werden immer mehr öffentliche und private Plätze überwacht, nein, zudem sorgt man auch dafür, dass das eigen Hab und Gut nicht einfach mitgenommen werden kann.

Zum Beispiel Fahrräder. Ich habe ein recht schweres, riesiges Umhängeschloss für eines meiner Räder, ein anderes, mein neues, hatte bisher ein einfaches angebautes Rahmenschloss. Hatte.

Denn Freitagnacht, nach kurzen, aber tollen zwei Stunden Tanzbeinschwingen im hiesigen Lieblingsclub, ging ich zu meinem Rad und musste zu meinem Entsetzen feststellen, dass es erstens nicht mehr dort stand, wo ich es abgestellt hatte, sondern ein paar Meter weiter weg. Und zweitens, dass sich das Schloss ebenfalls nicht mehr an der richtigen Stelle befand. Es hing irgendwo am unteren Teil des Rahmens, zwar noch geschlossen, aber abgeschraubt. Das Schutzblech am Reifen wurde zudem total ruiniert.

Ich kann ja nun nicht voller Überzeugung sagen, was passiert ist, aber eines ist sicher: Jemand hat mein Schloss abgeschraubt (jawoll, die Schrauben fehlen) und wollte das Rad mitnehmen. Ja wirklich. 

Wird jetzt nicht mehr benutzt.

Ich kann nicht behaupten, dass ich sonderlich verärgert war, denn immerhin hat sich mein Rad gewehrt. Dennoch komme ich nicht umhin, mir folgende Frage zu stellen:

Sind die Diebe denn heutzutage wirklich so dermaßen dumm?

Wozu habe ich denn ein Einbauschloss, wenn man das einfach so mit nem Schraubenzieher abschrauben könnte und das Rad dann für alle zugänglich wäre? Wo bleibt denn da der Sinn? Und dass dafür auch noch mein tolles neues Ostfriesenrad demoliert werden musste, ist sehr überflüssig.

Denn ganz ehrlich: Wenn ihr es nicht mal schafft, die einfache Anatomie eines Rahmenschlosses zu verstehen, dann habt ihr es auch nicht verdient, mit meinem Rad herumzufahren. Loser.

Sonntagsfahrer #7

Die Sonne scheint! Und was haben wir sie vermisst, meine Güte.

Ich bin ja kein Freund der heftigen Jahreszeiten. Ebenso wie den eisig kalten Winter kann ich auch den extrem heißen Sommer nicht leiden. Beides ist zu anstrengend. Stattdessen bin ich ein großer Fan des Frühlings und des Herbstes. Ich mag es, wenn die Wärme so erträglich ist, dass ich selbst entscheiden kann, ob ich eine Jacke anziehe oder nicht. Ich mag es, wenn die Sonne meine Haut wärmt, ohne mich zu verbrennen. Ich mag es, wenn es morgens hell ist und abends auch. Weder glatte Straßen noch verschwitzte T-Shirts auf der Haut - das ist es, was ich möchte.

Und diese Woche sah es das erste Mal so aus, als wenn genau diese meine Jahreszeit schon bald kein Wunschdenken mehr ist, sondern Wirklichkeit. Fünfzehn Lagen Strumpfhosen - ade! Trench Coat - hallo!

Passend dazu hier mein Lieblings-schönes-Wetter-Lied:

Snowed Under von Keane,
B-Seite der 2004er-Single Somewhere Only We Know.


Keane und Sonne ♥

Freitag, 2. März 2012

Weiterlesen | Das Ja-Wort

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Titel: Das Ja-Wort, Eine Geschichte vom Heiraten
Autor: Elizabeth Gilbert
Originaltitel: Comitted, A Love Story
Jahr: 2010
Seitenzahl: 452
UVP: 9,95€




[Vorwort: Richtig, eine neue Kategorie namens Weiterlesen. Über Bücher, wer hätte das gedacht?]

Nun bin ich zur Zeit eine recht unbefriedigte Leserin. Keines der Bücher, die ich beginne, halten mich über mehr als zwanzig Seiten wirklich bei Laune. Jede Geschichte ist zu lahmarschig. Jedes Wort zu umständlich. Jede Seite zu viel der Mühe.

Dieses Problem kennt vermutlich jeder passionierte Leser. Manchmal will es einfach nicht funken. In solchen Zeiten bin ich zwar immer fieberhaft auf der Suche nach neuem, interessanten Lesematerial, doch so recht will sich keines finden lassen. Vor allem natürlich, nachdem ein verdammt gutes Buch ausgelesen wurde. Es fällt schwer, sich auf eine neue Story einzulassen, man will eigentlich zurück in die gute, schöne, bekannte Welt des letzten Romanes, doch man muss sich eingestehen, dass dieser Freund vorübergehend nicht mehr für einen da sein wird. Trauer.

Und plötzlich ist sie da, die Rettung! Nach dem wundervollsten Schatten des Windes versuchte ich es mit vielen, vielen Büchern, und doch fand ich die wahre Erlösung erst in der vergangenen Woche in der Fortsetzung eines anderen guten Buches: Das Ja-Wort von Elizabeth Gilbert, bekannt durch den Roman Eat, Pray, Love.

Das Ja-Wort ist eine Geschichte vom Heiraten, und wenn dies auf dem Cover steht, ist es auch so gemeint. Es handelt sich hierbei nämlich nicht um einen klassischen Roman, sondern eher um ein Sachbuch.

Miss Gilbert möchte nach ihrer Scheidung (ausführlich in Eat, Pray, Love behandelt) auf keinen Fall je wieder vor den Traualtar treten. Sie graut sich sogar so sehr vor der Ehe, dass sie mit ihrer neuen brasilianisch-australischen Liebe Felipe vereinbart, niemals zu heiraten. Sehr zum Missfallen der US-Einwanderungsbehörde, die Felipe die Jetset-Fernbeziehung bald untersagt und ihn ausweist - einziger Ausweg aus der Misere ist eine Heirat auf amerikanischem Boden!

Fortan muss sich Elizabeth mit dem Gedanken anfreunden, doch wieder zu heiraten, und macht sich auf die Suche nach dem Sinn und der Geschichte der Ehe.

Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Tatsache, dass die Ehe, wie wir sie heute kennen, kaum älter als ein paar Jahrhunderte ist. Geheiratet wurde früher (wie heute auch gerne noch, nur bei uns Westlern eher nicht) vor allem aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen. Die christliche Hochzeit, insbesondere das kirchliche Zeremoniell und das heilige Sakrament der Ehe, bekommt hier richtig ihr Fett weg! Geschossen wird mit allem, was die Geschichte hergibt:

"Wenn wir daher heute von der Unantastbarkeit des Ehebundes oder der Heiligkeit der Ehe reden, täten wir gut daran, uns zu erinnnern, dass an die zehn Jahrhunderte lang das Christentum selbst die Ehe weder für heilig noch für unantastbar hielt. Und mit Sicherheit diente sie nicht als Modell für den idealen moralischen Seinszustand. Im Gegenteil, die frühchristlichen Kirchenväter betrachteten die Institution der Ehe als eine etwas abstoßende weltliche Angelegenheit, die vor allem mit Weibern und Sex, Steuer und Besitz zu tun hatte und ganz und gar nichts mit dem höheren Belangen Gottes." (S. 82)

Natürlich wird auch nicht alles daran schlecht gemacht, aber eine solch kritische Auseinandersetzung liest man eben nicht jeden Tag. Selbstverständlich wird aber auch die Homoehe thematisiert, und dabei kommt Gilbert zu dem Schluss, dass sie eben unausweichlich kommen wird. Schon allein aus dem Grunde, dass sich sonst niemand mehr darum reißt, zu heiraten, und die Scheidungsraten immer mehr in die Höhe schnellen. Die Tatsache, dass wir unsere Ehen mittlerweile darauf basieren, dass wir einander lieben, und  ökonomische Gründen immer mehr in den Hintergrund rücken, bewirkt eben, dass wir keine Garantie für eine lebenslange Bindung bekommen. Doch während die Ehe an sich bei unsereins immer mehr in Verruf gerät, sind es vor allem die Homosexuellen, die danach streben, auch entscheiden zu dürfen, ob eine Heirat das richtige ist oder nicht. Oder, in Miss Gilberts Worten ausgedrückt: "Warum nicht gleich ganze Busladungen von ihnen rekrutieren, damit sie auf heroischen Schwingen herbeirauschen und die erschlaffende und ramponierte alte Ehe vor einem Haufen apathischer, nichtsnutziger, heterosexueller Versager wie mir retten?" (S. 104) Ist doch mal ein Ansatz, oder?

Mir persönlich gefällt Das Ja-Wort sehr gut, denn der Spagat aus Roman und Sachbuch wird hier perfekt gemeistert. Man bekommt eine ganze Menge Denkanstöße zum Mysterium der Ehe, und obwohl es bei mir noch weit weit entfernt ist (trotzdem, die Pläne für die Las Vegas-Hochzeit stehen noch immer, und mein Freund scheint dem auch nicht komplett abgeneigt zu sein), kommt man gar nicht umhin, über den Sinn der Heirat nachzusinnen. In jedem Falle ein interessantes, empfehlenswertes Buch, jedoch nichts für Leser, die nur nach einem leichten Nachfolger zu Eat, Pray, Love suchen. Wer mehr wissen möchte: Buch her und weiterlesen!

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