Donnerstag, 29. Dezember 2011

katy's greaties | Paint it black.

Wie jedes Jahr ging auch dieses Weihnachten mehr oder weniger unspektakulär über die Bühne. Die Geschenke waren vor Wochen selbst ausgesucht und warteten nur noch auf den Heiligen Abend, um endlich benutzt werden zu können. Wenn man kein Barbie-Traumschiff zu erwarten hat, ist es mit der Spannung eben auch nicht mehr das Wahre. Und überhaupt -- wer kommt schon bei diesem Wetter schon in Weihnachtsstimmung?

Doch dann kam mein Davido und überrascht mich mit einem der schönsten Geschenke, das ich jemals mein Eigen nennen durfte ♥ Ein selbstgemaltes Bild.


Erkennt ihr mich? 

Dienstag, 20. Dezember 2011

katy's haties | ClubPimmelma

Für den Fall, dass mal wieder nichts Vernünftiges im Kino läuft und man trotzdem große Lust auf qualitativ hochwertige Unterhaltung verspürt, gibt es mittlerweile in jedem größeren Kaufhaus eine dieser wundervollen Billig-DVD-Pyramiden. Ein Film für günstige 5,55 Euro? Da bin ich dabei! Und wenn man drei von den Dinger kauft, kann man sogar noch eine DVD umsonst obendrauf bekommen. Wie das geht?

Na, mit ClubCinema natürlich! In jeder Hülle ist ein Gutschein über 100 Punkte enthalten, und schon mit 300 Punkten kann man sich eine DVD auswählen, die man nach Hause geschickt bekommt. Super!

Ja, denkste! Denn super sollte es eigentlich sein. Richtig, ist es aber nicht.

Am 13. Juni starteten mein Bruder und ich eine kleine Großoffensive und bestellten uns beide jeweils zwei Filmchen: Ich wählte Save The Last Dance (aus nostalgischen Gründen) und Ab durch die Hecke (weil ich einfach auf Animationsfilme stehe), der Bro nahm Catch Me If You Can und Shrek. Die Versanddauer wurde mit sechs bis acht Wochen angegeben. Moment mal -- sechs bis acht Wochen? Um ein paar Filme zu verschicken? Naja, sind ja immerhin umsonst, dann kann ich auch wohl mal warten.

Als ich zwei Monate später noch immer keine DVDs in meinem Briefkasten vorfand, wandte ich mich an den Kundenservice. Meine Filme würden in den nächsten Tagen versendet werden, schrieb man mir. Gut, dachte ich, dann kann's ja nicht mehr lange dauern.

Auch falsch gedacht. Auch am 13. November, also geschlagene fünf Monate nach Bestelldatum, gab es noch immer keine Spur von meinen Prämien. Das schreit doch geradezu nach einer weiteren, diesmal etwas ruppigeren Mail an den Kundenservice. Diese sah nun so aus:
Bereits am 10.08.2011 nahm ich Kontakt zu Ihnen auf, um eine Information über den Verbleib meiner am 13.06.2011 bestellten Prämien zu erhalten. Ich zitiere hier nun die Antwortmail:
"Sehr geehrte Frau Schmitz, die von Ihnen gewünschten DVD´s* werden in den nächsten Tagen versendet. Momentan liegen uns sehr viele Bestellungen vor. Daher kam es leider zu der Verzögerung beim Versand Ihrer Wunschprämien.
Mit freundlichen Grüßen"
Das war am 11.08.2011. Bisher habe ich allerdings weder meine Prämien noch weitere Auskunft erhalten. Fünf Monate kann man ja schwerlich als "Verzögerung" bezeichnen, sondern wohl eher als "Nicht gelieferte Ware". Werden die Prämien noch verschickt oder soll ich mich einfach damit abfinden, dass man in dieser Welt nichts umsonst bekommt? Das ist eine richtige Dreistigkeit. Da sammelt man diese Coupons, die überall angepriesen werden, und was bekommt man als Prämie? Warterei und keine DVD weit und breit. Ich weiß, wahrscheinlich können Sie persönlich nichts dafür, und das sehe ich ein. Aber meine Güte, so schwer kann es nicht sein, zwei DVDs in ein Päckchen zu stecken und wegzuschicken. Sagen Sie das mal bitte Ihrem Chef. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Zwei Tage später bekam ich eine Mail von ClubCinema. Aber statt der ersehnten Antwort auf meine Nachricht enthielt sie was? Genau, einen Newsletter inklusive Werbeanzeige für Ab durch die Hecke!

Ernsthaft?! Verspotten die mich nun auch noch?

Am 24. November, nachdem noch immer keine Antwort kam, entschied ich mich für eine Großoffensive: Jeden Tag schickt ich nun mindestens einmal dieselbe Nachricht! Ratet mal: Keine Antwort!

Mittlerweile bereitete ich dann einen Brief vor. Ja, einen Postbrief. Für den man ein Blatt Papier, einen Briefumschlag und eine Briefmarke benötigt. So weit ist es schon gekommen.

Und dann ist es plötzlich soweit! Am heutigen, sehr bedeutsamen Tage, halte ich endlich mein Päckchen (oder eher Briefumschlag) in der Hand! Wer hat denn jetzt damit gerechnet?! Keine Antwort, keine Reaktion - und dann trudeln ohne weitere Worte meine Prämien ein! Ich bin -- ja, was bin ich eigentlich?

Ich bin größtenteils genervt. Sowas soll nicht sein. Ein halbes Jahr Nerventrubel. Ich will die DVDs doch nun nicht mal mehr sehen! Schon aus Prinzip. Andererseits bin ich auch froh und ziemlich überrascht, dass ich die Prämien überhaupt noch bekommen habe. Aber im großen und ganzen fällt mein Urteil natürlich so aus: Du kannst mich mal, Club Pimmelma. Nie wieder.

* Nein, der Plural von DVDs benötigt in diesem Teil der Erde nun wirklich keinen Apostroph. Das sollte irgendwer mal dem Club Pimmelma-Kundenservice verklickern. Sehr peinlich.

I got bills to pay, I got mouths to feed, there ain't nothing in this world for free.
[Cage The Elephant, Ain't No Rest For The Wicked]

Mittwoch, 30. November 2011

katy's greaties | Your Souls A'fire.

Ich liebe Musik, die mich flasht.
Musik, die mich so sehr vereinnahmt, dass ich an nichts anderes mehr denken kann.
Musik, die mich weinen lässt, weil sie so verdammt gut ist.
Musik, die ich zwei Stunden am Stück ununterbrochen hören kann.
Ich liebe einfach Musik, die mich überwältigt.

Und dennoch kommt das nicht oft vor. Klar, es gibt viele Bands und Songs, die ich liebe. Aber nur wenige Lieder schaffen es, mich vom Hocker zu hauen.

Eines der wenigen Lieder ist bekanntlich Big Pink's Velvet. Einer der besten Songs aller Zeiten.


Obwohl ich ständig auf der Suche bin, finde ich solche Lieder nur selten. Doch neulich bin ich ganz unerwartet auf einen Song gestoßen, der mich vom ersten Hören an in seinem Bann hatte.

Dieser Song, meine neue Liebe, möchte ich euch nun zeigen und mit euch teilen. Ich habe ihn abgespielt, und vom ersten Augenblick war es Anziehung. Magie. Liebe. Ich präsentiere euch hiermit voller Stolz und Leidenschaft Matt Corby's Souls A'fire. Dreht die Lautstärke auf und genießt, dieser Song ist ein verdammtes Meisterwerk.

Dienstag, 29. November 2011

katy's haties | C is for Cookies.

Es gibt Zeiten im Leben, in denen muss man einfach ehrlich zu sich selbst sein und erkennen:

Ich kann einfach nicht backen!

Jahrelang habe ich es mir nicht eingestehen wollen, aber nun werde ich nicht mehr drumherum reden. Ich hab's eben einfach nicht drauf.

Erstmal habe ich nie Lust, irgendwas zu backen. Ich esse viel lieber. Und wozu gibt's eigentlich Bäckereien? Die leben schließlich von meiner Backunlust. Und trotzdem - manchmal packt mich der Back-Enthusiasmus und ich lege los. Rezept finden, Zutaten kaufen, soweit bin ich noch im Bilde. Natürlich wähle ich ob meiner bisherigen Fehltritte immer nur die simpelsten Rezepte.

Und da wären wir schon beim ersten Problem. Rezepte. Ich hasse Rezepte! Nicht nur muss man bestimmte Gewichtsangaben beachten, sondern ebenso auch noch die Anleitungen. Diese sind mir aber oftmals total schleicherhaft (Eiweiß steif schlagen? Mehl unterheben? KALT STELLEN?). Es hatte schon seinen Sinn, dass sich meine Noten damals im Chemieunterricht eher im unteren Bereich ansiedelten. Nun muss ich aber wissen, dass Butter und Pudding für eine gelungene Buttercreme dieselbe Temperatur haben müssen, damit der ganze Scheiß nicht flockt?! Wofür schlage ich das Eiweiß cremig, nur um nachher sowieso ein Pfund Mehl drüberzukippen? Und wozu um alles in der Welt muss der Zimtsternteig bitte eine komplette Nacht über mit Glasur im Backofen rumgammeln, bevor ich die ganze Sache überhaupt auch nur backen darf? Ich will jetzt Kekse, nicht erst überübermorgen!

Und überhaupt! Was ist so verkehrt daran, einfach ein paar Zutaten in eine Schüssel zu schmeißen und zu verrühren? Wenn es doch scheinbar eh nach hinten losgeht, wenn ich mich an ein Rezept halte und statt leckerer Oreo-Kekse nur einen Karamel-Schoko-Matschhaufen auf meinem Blech vorfinden? Wie kann mein Teig denn "nicht gelingen", obwohl ich ihn genauso gemacht habe wie alle anderen fünfzigtausend chefkoch.de-Nutzer des gleichen Rezepts auch? Hat der Teig etwa eine Persönlichkeit und kann fühlen, wenn ich die ganze Tortur nicht mit Liebe, sondern nur Heißhunger zusammenrühre? Dann lass dir eins gesagt sein, Mister "Ich bin halt anspruchsvoll und total heiß auf Chemie"-Teig: Ich mag dich genauso wenig wie du mich, und wir sind die längste Zeit Freunde gewesen!

Montag, 28. November 2011

Now who inspires you?

Meine liebe Freundin Carina legte mir vor kurzem nahe, ich solle doch wieder mal öfters über Musik schreiben. "Schön", sagte ich ihr, "nur fehlen mir zur Zeit wirklich die Inspirationen." 'Zur Zeit' mag bei einer Spanne von mehreren Monaten vielleicht etwas unpassend klingen, aber das Problem habe ich ja schon zu genüge behandelt.

Nun sollte das ja mit der Musikbeschaffung dank Internet kein Problem mehr sein. Last.fm schlägt dir Musik vor, simfy spielt's ab und YouTube liefert die passenden bewegten Bilder dazu. Aber ich möchte keine Bands kennenlernen, die so klingen wie alles andere, was ich höre. Ich will Neuigkeiten!

Und da kommt ihr nun ins Spiel, meine verehrten Leser! Ich möchte eure beliebtesten Blog- und Musikseitenvorschläge wissen! Woher bekommt ihr eure Infos zu neuen Platten? Wer hat euch zuerst vom Next Big Thing erzählt?

Meine Liste an Inspirationsseiten ist ziemlich kurz und umfasst neben oben genannten beispielweise Hype Machine, NMElaut, plattentests und auch amazon. Allerdings kann dies wohl kaum alles sein! Also seid so nett und helft mir, damit Carina sich demnächst wieder freuen kann! Besten Dank.

Freitag, 25. November 2011

You might as well face it, you're addicted.

Wenn ich in meiner Freizeit nicht gerade mal wieder den kitschigen Twilight-Film schaue und ihn komplett mitspreche (außer die Baseball-Szene, die ist verdammt peinlich. Supermassive Black Hole hin oder her!), lese ich ja für mein Leben gern. Meistens zwei bis drei Bücher zeitgleich, da ich ziemlich schnell von nur einer Geschichte gelangweilt bin. Es sei denn, ich rase nur so durch die Seiten, wenn das Buch wirklich gut ist!

Jedenfalls habe ich in den letzten Wochen eine Art eBay-Sucht entwickelt. Sobald ich dort ein Buch finde, das ich auch nur ansatzweise eventuell mal in den nächsten fünf bis zehn Jahren lesen möchte, biete ich mit. Natürlich niemals über einen Euro! Wer möchte schließlich mehr als das für ein gebrauchtes Buch ausgeben?! Jaha, da sind wir ja anspruchsvoll!

Den Gedanken "Ach scheiße, looooos, schnell, biete mal jemand mehr!" habe ich patentieren lassen, aber natürlich hat's trotzdem oft nicht viel gebracht, und nun sitze ich hier also mit einem verdammt riesigen Buchhaufen, den ich in zwei Jahren nicht abgearbeitet haben werde. Upps!


Seht ihr das?! Ich traue mich gar nicht zu erwähnen, dass das nicht alles ist. Dieser hohe Turm ist nur die Spitze des Eisberges. Ich hab' wirklich ein Problem.

Tja, Katherine. Da hilft nur kalter Entzug! Ich habe mich auf strickte eBay-Diät gesetzt. Kein Buch mehr, sei es noch so "wichtig!" und "nötig!". Ich werde lernen, nein zu sagen. So schwer es auch sein mag. Und stattdessen einfach mal anfangen zu lesen. Happy Reading!

Mittwoch, 23. November 2011

If I could just see you tonight.

Eine Freundin von mir, nennen wir sie mal Emma, ist erst seit kurzem mit ihrem Neuen zusammen. Beide sind scheinbar recht viel unterwegs, um Freunde zu besuchen. Aber sich gegenseitig besuchen sie nur alle paar Wochen. Emma sagte dazu, sie wolle nicht, dass sich in ihrem Leben etwas ändere, nur weil sie nun einen Freund habe.

Da bin ich etwas nachdenklich geworden. Ist das so, dass man eine Beziehung führen, aber alles beim Alten lassen möchte? Und schauen, wie und ob der neue Mensch da einen Platz findet?

Meiner Meinung nach ist es doch gerade der Sinn der Sache, dass neue, aufregende Dinge passieren. Dass man den Neuen integrieren möchte, wo man nur kann. Und dass das ganze Leben einfach auf den Kopf gestellt wird!

Stehe ich damit wirklich so allein da? Ich bin der Überzeugung, dass man sich in irgendeiner Form der Veränderung hingeben muss, damit eine Beziehung auch funktionieren kann. Man kann ja kaum sein gewohntes Lebensmuster nehmen und schauen, wie der Partner sich mit etwas Glück und Mühe mal ein paar Stunden irgendwie dort hineinbasteln kann. Ich denke ebenso, dass man eigentlich nicht bereit für eine feste Bindung ist, wenn man so wenig Bereitschaft zeigt, für den Liebsten etwas an seinen Leben zu ändern. Und was ist eigentlich so schwer daran, zusammen zu reisen? Zusammen zu feiern? Zusammen Fussball zu schauen? Es hat doch jeder noch genug Gelegenheit, sein "altes" Leben weiterzuleben. Aber komplett auf den Aufbau einer neuen Beziehungsgewohnheit zu verzichten, weil beide Partner nicht bereit sind, ihr Leben auch nur ansatzweise an den anderen anzupassen - das ist doch der Anfang vom Ende.

Hat Emma also eigentlich nur gar keine Lust auf eine Beziehung? Oder hat sie tatsächlich vielleicht Angst, allein zu sein, und findet den Gedanken tröstlich, dass dort draußen jemand ist, der sich um sie sorgt? Oder handelt es sich bei ihrem Neuen um den berüchtigten Alibi-Freund, den manche Menschen gern haben, um sich vor möglichen anderen Interessenten zu schützen?

Was auch immer ihr Grund sein mag: Fakt ist, für mich wäre das alles nichts. Ich bin kuschelverwöhnt und glaube an die große Liebe. Ich kann kaum einen Tag ohne meinen Freund aushalten, und ich will es auch nicht anders. Manche mögen das sonderbar finden, andere sehen das genauso. Liebe ist halt eine sehr sehr komische Sache. Wir müssen nur rausfinden, was uns glücklich macht.



P.S. Emma, falls du das hier liest: Ich freue mich für dich über dein neues Glück, und ich möchte dich keinesfalls hiermit angreifen! Ich habe nur ein Weilchen drüber nachgesinnt ;)

Dienstag, 22. November 2011

Alter Blog, neues Design.

Wie man ja direkt sieht, habe ich in den letzten Tagen ein wenig am Aussehen meines Blogs herumgebastelt. Ob ich nun alles so lasse, wie ihr es nun gerade vor euch seht, kann ich noch nicht sagen. Aber bisher gefällt's mir ganz gut! Euch auch?

Samstag, 19. November 2011

Elvis has left the building.


Der kleine Elvis. Zuckersüß und doch ein ziemlicher Lümmel.

Freitag, 18. November 2011

katy's greaties | Oben

Ich liebe Animationsfilme! Leider sind viele davon recht oberflächlich und langweilig oder einfach nur so schlecht animiert, dass einem schnell die Lust an diesen digital kreierten Streifen vergeht. Sogar so sehr, dass ich einzig hierfür den Neologismus Banimation, eine Kombination aus den Wörtern Bad und Animation, erschaffen habe.

Dennoch, ein äußerst positives Beispiel für gelungene Animationsfilme, und gleichzeitig auch einer meiner Lieblingsfilme überhaupt, ist Disneys und Pixars Oben.

Tolle Grafiken, niedliche Charaktere und vor allem eine sehr schöne Geschichte machen den Charme dieses Films aus:

Es waren einmal die Zoowärterin Ellie und der Ballonverkäufer Carl Fredericksen, die sich kennen, seit sie kleine Kinder sind. Beide verbindet eine Leidenschaft für die Wildnis sowie für den Abenteurer Charles Muntz. 

Ihr größter Traum ist es, einmal wie Muntz die Paradisfälle zu sehen. Oder auch gleich dort ein Haus zu bauen. Diese geheimnisvolle Wasserfallgegend befindet sich in Venezuela, also »Südamerika. Das ist wie Amerika, nur südlicher!«

Nach Ellies Tod wird aus Carl schnell ein griesgrämiger Greis, der partout an der Vergangenheit festhalten möchte.

Eines Tages klopft es an der Tür, und auf Carls Veranda steht ein kleiner japanisch-stämmiger Pfadfinder. »Schönen Guten Tag, ich heiße Russell, ich gehöre zum vierundfünfzigsten Stamm der Hüter der Wildnis, Untergruppe die Wölflinge. Kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein, Sir?«

Kann er natürlich nicht, denn Carl möchte weiterhin in Erinnerungen schwelgen. Doch bevor er, gerichtlich angeordnet, in ein Altenheim umquartiert wird, bindet er kurzerhand tausende und abertausende von bunten Ballons an sein Haus und fliegt damit Richtung Paradisfälle, um seinen alten Traum wiederzubeleben.

Plötzlich klopft es wieder an der Tür -- Russell ist als blinder Passagier mit an Bord! Sehr zu Carls Leidwesen, selbstverständlich.



Nützt aber ja alles nichts, der Junge muss erstmal mit. So schwebt das ungleiche Paar über den Wolken gen Süden.

In Venezuela angekommen, müssen die beiden sich ihren Weg zu den Paradisfällen bahnen. Mit Carls Haus im »Schlepptau«.

Unterwegs treffen sie auf zwei sehr eigenwillige Kreaturen: den hyperaktive Hund Doug, der ein besonderes Halsband trägt, mit dem er sprechen kann, und einen farbenfrohen, leicht durchgeknallten Vogel, dem Russell den Namen Kevin verpasst.

Auch hiervon nicht begeistert, versucht Carl so Allerhand, um die beiden Tiere loszuwerden. Leider ohne Erfolg.

Russell unterdessen übt sich als Pfadfinder in Aktion.

Doch schon wenig später findet sich die Truppe in einer heiklen Situation wieder, und das wahre Abenteuer beginnt...

Manche mögen es merkwürdig finden, dass Disney für diesen Film einen Rentner als Protagonisten auswählte. Doch der Kontrast zwischen dem naiv-fröhlichen Russell und dem frustriert-nostalgischen Mister Fredricksen bleibt während der gesamten Spiellänge eine spannende Sache: Die beiden müssen miteinander klarkommen, komme was wolle. Das wahrscheinlich größte Abenteuer beider Personen wird niemals langweilig und ist durch eine besondere Situationskomik unfassbar witzig und sehr einfühlsam zugleich. Das Happy End ist natürlich vorprogrammiert, aber führt uns auch zu der lebensbejahenden Erkenntnis, dass es manchmal besser ist, einfach loszulassen, statt in der Vergangenheit zu leben.

Die DVD enthält neben dem Hauptfilm unter anderem eine sehr sehenswerte Dokumentation über die Recherchen des Disney-Teams in Venezuela. Die mysteriösen Schluchten, gruseligen Urwälder und scheinbar weltfremden Steinskulpturen, die wir im Film sehen, gibt es nämlich nicht nur in Wirklichkeit, sondern sie wurden auch noch unfassbar realitätsgetreu dargestellt. So viel Aufwand für einen Animationsfilm, das ist sicherlich nicht die Regel! Als weiteres kleines »Extra« kann man sich den Film mit einer österreichischen Tonspur anschauen, bei der Carl einen eben jenen Dialekt hat. Sehr süß, wenn auch nicht ganz mein Fall. Der Kurzfilm Teilweise wolkig, ebenfalls auf der DVD enthalten, ist zudem ein weiterer Grund, sich den Streifen im Original zu besorgen.

Habt ihr diesen wunderschönen Film bereits gesehen? Und wie fandet ihr ihn?

[Übrigens: Ich - Einfach unverbesserlich und Wall·E sind auch auf jeden Fall empfehlenswert!]

Donnerstag, 10. November 2011

katy's greaties | Zwei an einem Tag

Manchmal bin ich ein richtiger Glückspilz. Wenn ich auch sonst zu nichts Vernünftigem tauge, so habe ich doch immerhin ein Händchen dafür, etwas zu gewinnen.
Ob Kinotickets, extra Taschengeld oder einfach nur ein Lippenstift. Hach, das ist immer wieder schön. Ganz schlicht mal einen Beitrag auf Facebook kommentieren, und schwupps! -- Kaum eine Woche später finde ich das hier in meinem Briefkasten.


Lesen wollte ich David Nicholls' Zwei an einem Tag schon seit Monaten, und nun kann es endlich losgehen. Ein großer Dank geht hiermit an den Tobis Filmclub.

Gewinnt ihr auch gern mal was? Oder gehört ihr zu den Unglücklichen, die nicht mal in der Apotheke eine Packung Taschentücher zugesteckt bekommen?

Mittwoch, 2. November 2011

Land of confusion.

Ich bin ja ein riesiger Two and a half men-Fan. Und während all der Jahre habe ich kein einziges Mal bezweifelt, dass die gute alte Jane Fonda Charlies Mutter mimt. Wann immer einer der hochmodernen Anti-Aging-Werbespots mit der guten Frau lief, musste ich daran denken, wie cool es von ihr ist, als Hollywood-Schauspielerin konstant in einer Comedy-Serie mitzuspielen.

Aber vor kurzem fiel es mir wie Schuppen von den Augen -- das ist gar nicht Jane Fonda! Die Dame heißt Holland Taylor und sieht mal verdammt so aus, als wäre sie ein Klon der Misses Fonda! Was ist denn da los? Sind die verwandt?

[via]

Meine Güte, wenn die Ladys sich mal nicht ähnlich sehen. Sowas verwirrt doch nur. Jane Fonda, wo bist du, wenn man dich mal braucht?

"Ich frage mich, ob diese Holland weiß, dass sie nicht Jane Fonda ist?"
- David

[Übrigens ist der TotallyLooksLike-Blog sehr empfehlenswert und unterhaltsam. Klickt mal rein!]

Montag, 31. Oktober 2011

All about klauen.

Wie unauffällig!

 

Wer hat denn da von wem geklaut? Diese Ausgabe von Nick Hornbys Buch erschien im Jahre 2003, die von Brendan Halpin erst 2006.. Recycling der etwas anderen Art.

Und, mal unter uns, das Motiv ist echt P(f)anne ;) Höhö.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Zitiert | »Let it be!«

»Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen, Frau Thaler! Sie sind in der Endauslosung um einen wunderschönen Beetle, Frau Thaler, und Sie...«
»Was, echt?«, hier unterbrach ich die freundliche Frau oder den freundlichen Mann begeistert. »Ein Beatle? Welcher ist es denn? Paul McCartney? Oder Ringo Starr? Na ja, wunderschön ist vielleicht was anderes, aber - egal! Für wie lange darf ich den denn behalten? Und meinen Sie, der macht auch Hausarbeit?«
»Hahaha, ich spreche natürlich von dem Auto! Einem wunderschönen Beetle-Cabrio. Das wäre doch was für den Sommer, oder etwa nicht, Frau Thaler? [...] Wenn Sie sich jetzt entscheiden, ein Los zu kaufen, dann haben Sie die Chance auf 2,5 Millionen Euro Gewinn! Na, ist das nichts? Und das für nur sechs Euro in der Woche!«
So, und damit hatte ich ja einen Grund. Bodenlose Enttäuschung eben.
»Also, das finde ich jetzt nicht nett von Ihnen«, konnte ich dann sagen, bevor ich energisch die Aus-Taste drückte. »Erst machen Sie mir den Mund mit Paul McCartney wässrig, und jetzt wollen Sie mich so billig abspeisen. Wie soll mir denn ein Auto bitteschön im Haushalt helfen, hm? Und dann auch noch ein Cabrio! Wo ich doch so empfindlich gegen Zugluft bin! Rufen Sie hier nie wieder an! Let it be!«

[Kerstin Gier, Für jede Lösung ein Problem]

Freitag, 21. Oktober 2011

katy's greaties | Baby's In Black.

Eigentlich lese ich ungern Comics. Meine „Sammlung“ besteht aus einem mickrigen Lustigen Taschenbuch. Doch letztes Weihnachten schenkte mir mein Freund den Graphic Novel Baby's In Black von Arne Bellstorf. Die-Hard-Beatles-Fans ahnen sicherlich sofort, worum es sich handelt. Aber bitte keine vorschnellen Urteile! Denn hinter dem Beatles-Songtitel verbirgt sich keine Geschichte der Band im eigentlichen Sinne, sondern die des früheren Bassisten Stuart Sutcliffe und seiner Hamburger Freundin Astrid Kirchherr.

[zur Vergrößerung bitte anklicken]

Im Jahre 1960 verließen die fünf Liverpooler Paul McCartney, John Lennon, George Harrison, Pete Best und Stuart Sutcliffe ihre Heimat und gingen nach Hamburg, um dort Nacht für Nacht erst im Indra Club und später im Kaiserkeller dem Publikum den Rock'n'Roll näherzubringen.




Während dieser Zeit lernte der sensible Stuart die Fotografin Astrid Kirchherr kennen und auch lieben. Die Bandhistorie bleibt dabei im Hintergrund, und vorwiegend dokumentieren die Bilder die Liebesbeziehung eines jungen, verliebten Pärchens.


Liebevoll arrangierte, niemals überladene Schwarz-Weiß-Zeichnungen mit großer Ähnlichkeit zur Realität machen den Charme dieses Buches aus. Die Ähnlichkeiten der Gesichter zu den wirklichen Personen verblüfft mich immer wieder aufs Neue.

[Zeichnung versus Original]



Ich liebe diese Buch, und auch nachdem ich die 204 Seiten durchgelesen hatte, mochte ich es gar nicht aus der Hand legen. Eine wirklich schöne und auch tragische Geschichte mit einem kleinen Einblick in die frühen Geschehnisse meiner Lieblingsband aller Zeiten 

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Zitiert | I Wanna Hold Your Hand.

“You know the reason The Beatles made it so big?...'I Wanna Hold Your Hand.' First single. Fucking brilliant. Perhaps the most fucking brilliant song ever written. Because they nailed it. That's what everyone wants. Not 24/7 hot wet sex. Not a marriage that lasts a hundred years. Not a Porsche...or a million-dollar crib. No. They wanna hold your hand. They have such a feeling that they can't hide. Every single successful song of the past fifty years can be traced back to 'I Wanna Hold Your Hand.' And every single successful love story has those unbearable and unbearably exciting moments of hand-holding.”

[David Levithan - Nick & Norah's Infinite Playlist]


[via]

Dienstag, 18. Oktober 2011

Books from Boxes.

Bücher der letzten Stunden:

Bücher der nächsten Stunden:

Mein Faible für Chick Lit ist im Übrigen erst in den letzten Wochen erwacht. Eigentlich kann ein Roman im Grunde nicht düster genug sein für mich. Serienkiller, Psychopathen, unerwartete Wendungen im letzten Akt -- alles kein Problem für mich, solange es bei der Buchform bleibt. Abgesehen von Nick Hornby sagt mir Gegenwartsliteratur auch nicht wirklich zu. Woher also die plötzliche Vorliebe für Kitschromane? Werde ich mit zunehmenden Alter etwa anfälliger für die niedergeschriebenen Wünsche mittelalter Singlefrauen? Bei aller Liebe, ich hoffe das ist nur eine Phase.

Was lest ihr gerade so? Was könnt ihr mir empfehlen? Und nutzt jemand von euch auch Archivierungshilfen wie goodreads?

Zitiert | Ice ice baby.

»Ehrlich gesagt, bin ich nicht besonders scharf auf Eis.«
»Wie kann man Eis nicht mögen?«
»Es verlangt zu viel von einem.«
»Das verstehe ich nicht.«
»Überleg doch mal. Wenn man sich ein Eis gekauft hat, muss man es auf der Stelle essen. Entweder das, oder man wird es für alle Zeit verlieren. Sieh dir dieses Eis hier an. Es tropft schon. Man kann es nicht wegstellen, um es später aufzuessen, wie beispielsweise ein Stück Kuchen.«
»Erzähl mir doch nichts! Hast du jemals in deinem Leben ein Stück Kuchen weggestellt, um es später aufzuessen?«
»Darum geht es nicht. Es geht darum, dass ich es könnte, wenn ich wollte.«

[Jill Smolinski - Die Wunschliste]

Donnerstag, 13. Oktober 2011

katy's haties | I want to ride my bicycle, I want to ride my bike.

Wir Menschen haben so ziemlich alles geschafft, was man schaffen kann. Wir waren auf dem Mond. Wir können uns selbst klonen. Wir haben ein weltweites Datennetz angelegt, mit dem jeder jederzeit sämtliche Informationen finden kann, die es gibt.

Was wir aber seit der ersten Konstruktion im 17. Jahrhundert partout nicht hinbekommen, ist es, ein Fahrrad so zu bauen, dass es auch wirklich funktioniert!

Wie schwer kann das denn bitte sein? Sicherlich nicht so schwer! Ein Fahrrad ist kein hochkomplexes Gebilde von präzis angeordneten, ungewöhnlichen Bauteilen. Ein Rad ist einfach eine kleine Maschine, die mich ohne wenn oder aber von A nach B bringen soll. Und zwar nicht nur bei Tageslicht, sondern auch im Dunkeln! Ich will ein funktionierendes Licht, ich will eine Bremse, die dann bremst, wenn es bremzlich (haha) wird, und verdammt noch mal, ich will ne Ganzschaltung, die auch einen anderen Gang als nur den dritten kennt!


Ich will nicht jeden Herbst, wenn die Sonne eher untergeht, rausfinden, dass die Lampen nicht mehr funktionieren. Ich will auch dafür keinen Kostenvoranschlag von hundert Euro haben, denn so viel werde ich dafür im Leben nicht bezahlen! Für die Summe kann ich schon ein Gebrauchtrad kaufen, aber was nützt mir das, wenn sich auch dieses wieder weigert, mir Licht zu spenden?!

Verdammte Kacke! Das ist doch alles eine großangelegte Verschwörung der Fahrradindustrie! Die wollen doch nur, dass ich am laufenden Band mein gesamtes Geld dafür aufwende, dies und das und jenes zu reparieren. Anstatt einfach mal alles heil zu machen und heil zu lassen! Dumme Pisser.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

katie's haties | Baby, you can't drive my car.

Mein kleiner Bruder ist gerade dabei, seinen Führerschein zu machen. Wie es sich gehört, macht er seine Übungen, liest sein Lektionenbuch und bald wird auch schon seine erste Fahrstunde sein. Noch kann ich mir nicht vorstellen, wie der Bro denn unser Auto durch die Stadt kutschieren soll, ohne dass ich es komisch finden werde. Und auch die Tatsache, dass einige seiner Freunde schon längst fahren dürfen, lässt mein Sicherheitsgefühl nicht gerade ansteigen. Aber eine Gewissheit beruhigt mich sehr. Nämlich die, dass der Bro fahren kann. Er weiß, wo sich Gas- und Bremspedal befinden, seine Augen sind scharf wie eh und je, und auch seine Reaktionsgeschwindigkeit ist auf dem Zenit. Da sollte ich mir ja nun wirklich keine Sorgen machen.

Ohnehin sorgt dafür ja schon eine andere Altersgruppe! Ich kriege es ernsthaft mit der Angst zu tun, wenn ich manchmal so sehe, welch betagte Menschen sich --unberechtigterweise! -- immer noch in der Lage fühlen, im Straßenverkehr mitzuwirken! Gehen können sie nicht mehr ohne Rollator, aber im Auto kann man ja schließlich sitzen. Zeitung lesen können sie nicht mehr ohne Lupe, aber beim Autofahren geht's ja eh mehr ums Schätzen als ums Sehen.

Bereits im Jahre 2003 war dieses Problem bekannt, und South Park widmete dem gleich eine ganze Folge. In der "Revolution der alten Säcke" [wer's nicht kennt, direkt hier anschauen!] wollen die Senioren partout ihre Autos nicht stehen lassen, obwohl sie alles plattfahren, was nicht niet und nagelfest ist. Ohne, dass irgendjemand sie stoppen kann! Passend hierzu las ich vor kurzem folgenden Artikel:


Lustig, was? Ja ja. Aber wenn man bedenkt, dass sich diese Frau gerade ernsthaft ein Auto kaufen wollte, obwohl sie ganz eindeutig nicht mehr in der Lage ist, dieses zu steuern, dann sollte einem das Lachen vergehen. Außerdem -- wer soll den Schaden tragen? Die Versicherung? Das heißt, wir bezahlen dafür, dass alte Leute uns die Läden kaputtfahren. Nett.

Noch besser finde ich aber die Geschichte, die sich im April in Meppen zugetragen hat. Jene hat sich damals wie ein Lauffeuer verbreitet, weil auch diese auf den ersten Blick ziemlich amüsant klingt. Im Prinzip ging das Desaster so vonstatten: Rentner in Wagen A verwechselt auf dem Parkplatz Gas- und Bremspedal, rast in eine Spielothek, setzt zurück, schiebt Wagen B 20 Meter vor sich her, Wagen B rammt Wagen C und auch noch ein Mädchen auf einem Fahrrad, während Wagen A noch ein Stück weiterfährt, eher der gute Rentner die Bremse endlich findet [nachzulesen und anzusehen im Übrigen hier]. Die Schadenssumme von 50.000 Euro kann man da ja fast als Schnäppchen betrachten! Und die Behören können da nichts weiter machen, als offensichtlich nicht mehr fahrtüchtigen Menschen dazu zu raten, ihren Führerschein freiwillig abzugeben.

Ich plädiere also wirklich für einen verbindlichen Test der Fahrtüchtigkeit ab einem festgelegten Alter. So geht das nicht. Langsam krieg ich es wirklich mit der Angst zu tun.

Dienstag, 4. Oktober 2011

katie's greaties | autumn almanac #2

Die Sonne, der Duft, die Blätter, die Farben. In eine Decke kuscheln, Chai Latte trinken und lesen. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Mütze aufsetzen, wenn man will. Strumpfhose anziehen, ohne zu erfrieren. Langsam wird es dunkler. Aber zum Glück nur sehr genügsam. Spazieren gehen durch den Regen. Leicht melancholische Musik hören.









Natürlich die Musik!
Und dieses Jahr sind heiße Anwärter auf das Herbstalbum 2011:

  • Counting Crows - August And Everything After (wie jedes Jahr)
  • The Beatles - Rubber Soul
  • dEUS - Keep You Close
  • Elbow - Leaders Of The Free World
  • The Head and the Heart - The Head And The Heart
  • The Good, The Bad & The Queen - The Good, The Bad & The Queen
  • Kasabian - Velociraptor!
  • Noel Gallagher's High Flying BirdsNoel Gallagher's High Flying Birds (in zwei Wochen erscheint es, ich kann's kaum erwarten!)

Ich liebe den Herbst. Irgendwie.

Montag, 3. Oktober 2011

katy's haties | Do it for you!!!

Ihr müsst wissen, dass ich die englische Sprache genauso sehr liebe wie meine Muttersprache. Mit Leidenschaft habe ich mich schon in der vierten Klasse damit gebrüstet, auf Englisch bis zwölf zählen zu können (denn damals hatte man ja bekanntermaßen erst ein Jahr später Englischunterricht). Ich war stets eine der Besten in den Englischkursen, und meine diversen Englischzertifikate kommen ja auch nicht von ungefähr. Daher darf ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich mich bestens in der englischen Sprache auszudrücken weiß. Und aus dem Grund ist es für mich grob fahrlässig und schon fast körperlich schmerzhaft, was ich in den letzten Jahren -- den Jahren des Denglischen -- alles lesen musste. Brutal!

Hier ein paar kleine Beispiele, die mir in den letzten Wochen auffielen...


Ein Fitnessclub, logisch. Auffällig sind erstmal die übertriebenen drei Ausrufezeichen!!! Was aber noch schlimmer ist, ist die Tatsache, dass der Slogan an sich ist nicht nur grammatikalisch total falsch (wenn schon, denn schon bitte "yourself"!), sondern auch vollkommen hinterwäldlerisch und einfach nur katastrophal ist. Dieser Satz bestätigt zudem auch noch das typische Klischee der Fitnessclub-Besucher, die sowieso nichts im Hirn haben. Ich kenne durchaus eine Menge Leute, die sich gern mal in der Muckibude austoben. Aber bei so einem Slogan würde sicherlich keiner von denen jemals einen Fuß in dieses Gebäude setzen, denn man weiß doch sofort, wer sich dort so herumtreibt... Und ernsthaft, was ist so schlimm an "Tu es für dich"?


Slogan einer Fahrschule. Zugegeben, den Slogan kenne ich schon länger. Aber er tut einfach immer wieder weh. Nicht nur die Sinnlosigkeit der ganzen Aussage ist banal (ist doch klar, dass ich erstmal lerne, wie man fährt, bevor ich mich hinter's Steuer setze). Auch der Versuch, weltoffen zu klingen, ist ganz schön nach hinten losgegangen, denn dieser Satz klingt in der Tat unfassbar dumm. Was um Himmels Willen soll ich sonst in einer Fahrschule machen? Ich gehe da nicht hin, um die beste Pizza der Stadt zu kaufen oder eine möglichst günstige Lebensversicherung abzuschließen. Ich gehe hin, um zu lernen, damit ich anschließend fahren kann! Logisch! Daher gehört dieser Werbespruch (und generell Slogans bei Fahrschulen) wirklich schnell verboten!


Neuer Schlecker-Claim. Richtig, richtig, richtig brutal. Wer macht denn bitte deren Marketing?! (Netter User-Kommentar dazu auf horizont.net: "For You. Vor Ort. Vor BYE!") Auch hier kann man sich fragen: Warum nicht einfach Deutsch? "Für Sie. Vor Ort." klingt doch sehr angenehm. Die miserable Bemühung, ein neues Image aufzubauen, hätte eigentlich gar nicht noch mehr nach hinten losgehen können. Zugegeben, das neue Design macht einen modernen Eindruck, kann aber dennoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass der neue Marketer (der im übrigen erst seit März bei dem Unternehmen angestellt ist) einen großes No-Go begangen hat. Der Claim soll bewusst "mit einem Augenzwinkern" vermittelt werden, aber diese grausige Mischung aus Deutsch und Englisch klingt dumm, unüberlegt und alles andere als ohrenfreundlich. Wenn hiermit wirklich eine Dauerpräsenz angestrebt wird, dann werde ich dauerhaft jegliche Schleckermärkte meiden.

Gruselig, was sich die Welt da draußen immer wieder an Sprachfrechheiten ausdenkt. Da wünscht man sich doch die guten alten Zeiten zurück, in denen "Star Wars" noch "Krieg der Sterne" war und Hausmeister sich noch nicht "Facility Manager" nannten.. 

Sonntag, 2. Oktober 2011

katy's greaties | year one.

Eigentlich wollte ich, passend zu meinem Charakter, mit dem Meckern starten. Habe schon so viele Ideen für Katy's Haties, die schnellstmöglich das Licht der Welt erblicken sollen.

Doch aus gegebenem Anlass starte ich meine neue Reihe mit Katy's Greaties. Denn heute ist ein klein bisschen ein besonderer Tag. Ein ganzes Jahr mit meinem großartigen Davido ♥ Kann's denn etwas Schöneres geben?


Der beste, liebste und süßeste Mensch der Welt. Danke dafür.

Mittwoch, 21. September 2011

[Ankündigung] katy's haties!

Leute, die mich kennen, wissen ja: Ich meckere leidenschaftlich gern! Hach, es macht einfach so viel Spass, sich über Dinge, Menschen und Ereignisse aufzuregen. Manchmal ernsthaft, manchmal eher nicht. Natürlich tue ich auch das Gegenteil mit Vergnügen. Wenn ich mich über etwas freue, muss ich auch das mitteilen, und zwar oft und laut.

Da ich zusätzlich auch gern allem einen Stempel aufdrücke, werde ich hier zwei neue Kategorien einführen, die diese beiden gegensätzlichen Gefühlsregungen dokumentieren sollen:

katy's haties und katy's greaties.

Selbsterklärend wird das erste Label für Tatsachen benutzt werden, die ich blöd finde. Letzteres für schöne Dinge. Freut euch also schonmal, denn mir fallen direkt viele (un)tolle Themen ein!

Samstag, 17. September 2011

So give me coffee closet and TV.

Ich verstehe ja oft die Welt nicht. Meistens kein Ding: Ich denk mir meinen Teil oder lass es bleiben. Aber was wirklich einfach nicht in meinen Kopf geht, ist die Tatsache, dass Leute ihre Fernseher in Schränke stellen.

Wofür nur machen die das? Finden die das etwa schön?!


Die einfachste Erklärung wäre natürlich die, dass manche Menschen schlicht und einfach einen Fernseher nicht als dekorierend wahrnehmen. Sieht sehr unfein aus, wenn das Mobiliar und das Design des TV-Geräts nicht miteinander konform gehen. Das mag auch vielleicht für die alten Röhren-Riesen zutreffen. Aber mit der unfassbaren Revolution der Flachbildfernseher sollte doch auch dieses Problem behoben sein. Einen LCD-TV muss man nicht verstecken, den muss man präsentieren! Weiß doch jeder.

Also muss ein neuer Ansatz her. Kann es dann eventuell sein, dass sich diese Personen davor fürchten, dass der Fernseher bei einer Feierei kaputt gemacht wird? Dass aus Versehen jemand seine Bierflasche in die Mattscheibe schmeißt? Bei genauer Überlegung aber komme ich zur Folgerung, dass auch dies kaum der Wahrheit entsprechen kann. Diese Leute feiern keine Partys. Zumindest keine ausschweifenden. Denn sie gehören doch zum Großteil der Altersstufe an, die ihre Feierwut schon in den 70ern und 80ern ausgelebt haben.

Bleibt also noch abzuwägen, ob diese Konstruktion vielleicht als eine Art Diebstahlschutz fungieren sollen. Tür zu, denn was der Bösewicht nicht auf den ersten Blick sieht, ist ja auch nicht da. Kann das sein? Nein, sage ich, denn obwohl der reguläre Bandit ja laut Hollywood einen ziemlich limitieren Intelligenzquotienten hat*, wird auch er nach einer kleinen Überlegungspause merken, dass die werten Herren Eigentümer der Ledersofaecke und des passenden Chefsessels nicht tagein, tagaus sturr auf einen Holzschrank gaffen, sondern schon nach etwas mehr Entertainment verlangen. Und schon ist der Zauber entlarvt.

Tja. Schon nach drei Lösungsvorschlägen gehen mir die Ideen aus. Wenn ich nun auch noch bedenke, dass diese ominösen Fernsehschränke meist ja nicht mal zugemacht werden, sondern so offen sind wie ein 24-Stunden-McDonald's, dann fällt mir die Erklärung noch schwerer. Ich stelle doch auch meine Badewanne nicht in einen Schrank oder verstecke mein Bett hinter klobigen Holztüren. Warum also soll ich das bitte mit meinem Fernseher machen? Diese Welt ist echt bescheuert. Wirklich richtig echt.

* Mir als Filmfan ist durchaus bewusst, dass es auch in Hollywood nicht nur dumme, sondern auch hochkarätige Sittenstrolche gibt, aber die klauen wohl kaum Fernsehgeräte.

Samstag, 10. September 2011

Lieber Windows 7,

über ein Jahr nun geht unsere Beziehung schon einen gemächlichen und kuscheligen Weg. Ich mag dich, du magst mich, und wir tun beide unser Bestes, um einander zu gefallen. Ich halte dich schön sauber und immer auf den neuesten Stand, und auch du machst genau das, was ich von dir verlange: Musik abspielen, Webseiten anzeigen, hin und wieder auch mal Sims 2 zum Laufen bringen.

Aber was heute passiert ist, treibt wirklich einen Keil zwischen uns. Du kannst nicht einfach mitten im normalen Facebooken und Panama Picture hören den Geist aufgeben. Ich kann gut verstehen, wenn dir manchmal alles ein bisschen zu viel wird und du deine Ruhe haben möchtest. Aber die Zeit lasse ich dir doch, jeden einzelnen Tag! Da wäre es nur fair von dir, mich auch respektvoll zu behandeln und meine Wünsche zu beachten. Dass du mich einfach ignoriert und meine Ansprechversuche abblockst, ist fies und gedankenlos von dir.

Ich fühle mich gerade sehr vor den Kopf gestoßen und weiß nicht, warum du dann deinen Freund Bluescreen vorschickst, um mir eine Nachricht zu überbringen. Bin ich es nicht wert, persönlich von dir zu erfahren, wenn du ein Problem hast? Können wir nicht über alles reden, so wie früher?


Wenn dir irgendwas fehlt oder du das Gefühl hast, dass ich dir nicht genug Freiraum lasse, dann sei so nett und sag es mir ins Gesicht. Schließlich tue ich das auch. Und auch wenn ich manchmal ausfallend werde, so weißt du doch, dass mir dein Wohlergehen sehr am Herzen liegt. Bitte spricht mit mir, denn ich habe ein wenig Angst, dass wir sonst bald getrennte Wege gehen..

Ich hoffe sehr, wir können die Sache bald klären und vergessen, denn ich mag dich noch immer sehr. Du kannst mich jederzeit anrufen, auch nachts und wenn ich unterwegs bin.

In Liebe,

deine Kathrin.

Freitag, 9. September 2011

Manly men men men.

Oh, bald ist es soweit! Endlich startet am 19. September (schönes Geburtstagsgeschenk für meinen Davido übrigens, wenn er die Serie denn gut finden würde...) mit der Episode "Nice to Meet You, Walden Schmidt" die heiß ersehnte neunte Staffel von Two And A Half Men, einer meiner Lieblingsserien. Bekanntermaßen ja ohne Charlie Sheen, aber mit Ashton Kutcher. Sehr gute Wahl, wie ich finde!


Und auch die Story ist ja schon ansatzweise durchgesickert. Diese lässt allerdings bis dato einige Fragen unbeantwortet:

Wie genau soll denn ein vernünftiger, nicht deprimierender Übergang von Charlies Beerdigung zu einer witzigen "normalen" Episode verlaufen? Es gab ja auch bei Two And A Half Men schon des Öfteren Konfrontationen mit dem Tod, aber damals mussten natürlich nur Evelyns verflossene Ehemänner dran glauben. Und wenn ich mal an die richtig bescheuerte Serie Meine wilden Töchter erinnern darf, bei der der Hauptdarsteller dummerweise mitten in einer Staffel an einer Aortendissektion starb, so war der Grundtenor der nächsten Episoden doch ein ziemlich deprimierender. Es wurde geheult, gekuschelt und über die Fiesheit des Lebens geredet, nur um ein paar Folgen später nicht nur einen, sondern zwei bescheuerte neue Darsteller einzuführen. Berauschend fand ich die Serie ja sowieso noch nie, aber das hat dem Fass wirklich den Boden ausgeschlagen. Wenn Comedy draufsteht, sollte auch Comedy drin sein. Da bleibt nun nur zu hoffen, dass der deprimierende Teil, also Charlies Tod, schon einigermaßen überwunden ist, wenn die Episode richtig losgeht.

Nächste spanndende Frage: Welche Rolle genau übernimmt Ashton denn nun? Der Name Walden Schmidt verrät ja nun nichts. Was man allerdings bisher weiß, ist die Tatsache, dass Walden einer der Kaufinteressenten von Charlies Haus ist. Wie passen da aber Alan und Jake rein? Lässt Walden die beiden aus Mitleid weiterhin dort wohnen, oder muss Alan tatsächlich bald Miete zahlen? Oder, ganz anderer Ansatz, sucht Alan womöglich einen Untermieter, und Walden zieht ein?

Und, wobei mich das nicht näher interessiert: Wie ist Charlie gestorben? Man könnte über Drogenmissbrauch spekulieren, oder die Rache einer Ehemaligen. Vielleicht ist er auch betrunken von einer Klippe gefahren oder sein Körper hat einfach kapituliert. Die Todesursache ist und bleibt aber eine Nebensächlichkeit. Eins aber ist sicher: Charlie wird nie wieder kommen können, und da sei es dem Produzenten Chuck Lorre wirklich gedankt. Die letzten Folgen mit Charlie Sheen waren erbärmlich, und bisher habe ich mich geweigert, sie überhaupt zu Ende zu schauen. Dafür laufen die sieben vernünftigen Staffeln bei mir zur Zeit wieder rauf und runter. Und bald ja auch die neunte!


Zur Einstimmung hier meine Lieblingsszene meiner Lieblingsfolge. "So viel Stuhlgang hab ich im Leben nicht mehr!"

Junk of the heart is junk of my mind.

In der Tat könnte ich eine Rezension zum neuen Kooks-Album Junk of the Heart schreiben.

Da die gute Herren aber von Weiterentwicklung noch nie etwas gehört haben, hat das alles eh keinen Sinn.


P.S. Ja, sie benutzen einmal das Wort "Fuck". Wie böse!

Sonntag, 4. September 2011

It's all the glory that I bare, I am my hair.

Entgegen der Meinung vieler Menschen sind meine Haare nicht schwarz. Das wüsste ich doch. Nein nein, die sind eindeutig dunkelbraun! Aber wenn es nach meiner Schnauze geht, bald nicht mehr. Denn ich möchte seit ner Weile schon hellere Haare haben. Natürlich keine blonden, um Gottes Willen! Aber eben auch keine dunklen mehr.

Nur ist es ja bekanntermaßen nicht gerade haare- oder nervenschonend, von dunkelbraun auf ein schönes helles Caramelbraun zu kommen. Was aber die ganze Sache noch schwerer macht, ist die Qual der Wahl, welche Methode denn mein Mittel zur neuen Farbe sein soll.

Und glücklicherweise sind wir ja mit dem Internet gesegnet! Und siehe da - ich finde auch auf Anhieb eine Vielzahl an Möglichkeiten: Friseur (klaro), Blondierungen aus der Drogerie oder auch diverse Hausmittelchen, die angeblich die Farbpigmente der Coloration aus den Haaren ziehen. Da bin ich nun total überfordert. Helle Haare dunkler machen ist was für Anfänger, aber fürs Aufhellen braucht man Nerven!

Um die Optionen einzugrenzen:


Warum muss ich auch immer wieder neue Farben, Marken und Methoden testen? Wäre ich seit dem Februar, in dem ich mich bereits für Caramelbraun entschieden hatte, einfach bei der Farbe meiner Wahl geblieben, hätte ich nun schöne Haare und ein Problem weniger.

Tja. Nützt aber nu nichts. Denn die Frage ist und bleibt: Was macht dann denn da, bitte schön?

Donnerstag, 1. September 2011

Counting sheep and they never ever go.

The Beatles - I'm Only Sleeping
Beastie Boys - No Sleep Till Brooklyn
Enter Shikari - No Sleep Tonight
Example - No Sleep For The Wicked
John Lennon - How Do You Sleep?
The Kinks - Just Can't Go To Sleep
Michelle Branch - Something To Sleep To
Nirvana - Where Did You Sleep Last Night
Portugal. The Man - Sleeping Sleepers Sleep
The Postal Service - Sleeping In
Rage Against The Machine - Sleep Now In The Fire
R.E.M. - Daysleeper
Roxette - Sleeping In My Car
The Shins - Sleeping Lessons
Simian Mobile Disco - Sleep Deprivation

Nur ein paar Einträge meines iTunes zum Thema Schlaf. Bin grad müde. Also immer.

Montag, 29. August 2011

"Sexy wie der Teufel"

Ich kaufe für mein Leben gerne Müll. Auch wenn ich sonst in vielen Bereichen recht entscheidungsunfreudig bin, suche ich doch beim Einkaufen konsequent nach komischen Dingen, die ich noch nicht kenne. Das geht von Schoki über Shampoo und Strumpfhosen bis hin zu Zeitschriften, meist mit der Konsequenz, dass ich unzufrieden oder gar verstört bin. Womit wir auch schon beim Thema wären.

Neulich musste ich mal wieder im beschaulichen "Leer (Ostfriesland)" auf die nette Deutsche Bahn warten, als mir im Kiosk eine Zeitschrift in die Hände fiel, von der ich noch niemals etwas gehört hatte. "Fräulein", so sagte mir ein kleiner Hinweis auf dem Magazin, sei "das Frauenheft, das Männer lieben!" Aha. Also ein Schwulenblättchen? Immerhin zierten Schlagwörter wie "Pornos" und "Josh Homme - Sexy wie der Teufel" das Titelbild. Nach einer kleinen Überlegungspause, in der ich zu der Überzeugung kam, dass es sich hierbei wohl tatsächlich um ein Magazin für Frauen handelt, nahm ich mir ein Herz und kaufte das Heft für zwei Euro, was für knapp 170 Seiten ein durchaus akzeptabler Preis sein dürfte.


Ein grober Fehler, wie sich schnell herausstellen sollte!

Selten empfinde ich beim Zeitschriftenlesen eine so tiefschürfende Abneigung den Autoren gegenüber wie bei der Neon. Dass das Ganze aber tatsächlich noch steigerbar sein könnte, davon hatte ich ja keine Ahnung!

Meine Güte, was haben sich die Redakteure hierbei bitte gedacht! Nicht nur finde ich lahme Stories, dumme Fotos und Kaufempfehlungen für verkackt teure und trotzdem extrem hässliche "Must Haves" des Sommers. Nein. Ich bekomme zudem (ohne Scheiß!) "Hemdkleid Schiefer"-Schnittmuster mit passender circa zwanzig Seiten starker Modestrecke ausschließlich über weiße Hemden, ein Tomaten-Möhrensuppen-Rezept (authentisch handgeschrieben selbstverständlich) und, das beste, einen Artikel mit acht Seiten Bildmaterial zum faszinierenden Thema "Schmetterlinge und ihre Metamorphose von der haarigen Raupe zu einem anmutigen Insekt"! Wundervoll!

Das alles mag vielleicht sowieso schon ziemlich unzusammenhängend anmuten. Ich erkenne kein System, keine Strategie und keine klare rote Linie. Wollen die Autoren mich einfach über jede noch so dümmliche Seite des Lebens informieren oder, wahrscheinlicher, haben diese Leute einfach keine Vorgaben? "Mach ma" scheint mir hier das Motto zu sein.

Zusammenhanglose Themen allein sind aber leider noch nicht schlimm genug. Denn was die scheiß Attitüde angeht, das muss man dieser Zeitschrift lassen, so lässt sich tatsächlich ein Muster erkennen! Man sollte doch annehmen, dass man wenigstens über Neuigkeiten informiert wird, wenn auf dem Titel mit einem Thema geworben wird. Aber nein, auch hier weit gefehlt! Mit Abstand der beste Artikel der Zeitschrift ist nämlich der über Josh Homme, dem allseits bekannten Sänger der Queens Of The Stone Age. Und was hier passiert, sollte man wirklich niemals, NIEMALS in einer Zeitschrift oder überhaupt irgendwo lesen müssen. Man nehme nur die Subline und schon hat bekommt man einen Einblick in das "Thema":

"Josh Homme ist ein Rockstar, sieht aus, als hätte er einen riesigen Schwanz, und ist einer der wenigen rothaarigen Männer, der die Nippel unserer Autorin hart werden lässt."

David sagte ganz treffend: "Dieser Artikel ist doch nur um das Wort 'Nippel' herumgeschrieben worden, weil die das mal gedruckt lesen wollten." Mein Eindruck ist ganz ähnlich, denn selten habe ich meine Zeit so verschwendet gesehen wie bei dem Lesen dieser einen Seite. Da ist die Rede davon, dass Mark Zuckerberg aussieht wie ein Rothaariger, obwohl er keiner ist, dass Josh Homme eigentlich selbst ein riesen Penis ist, und dass sich die Verfasserin liebend gern bei Konzerten von Bands, die sie doof findet, Bier übers T-Shirt kippen lässt, eben damit ihre Nippel hart werden. Aha. Bin ich da die Einzige, die den Eindruck bekommt, dass eben diese Autorin eigentlich Pornodarstellerin sein sollte, weil sie sich ja scheinbar sowieso den ganzen lieben langen Tag ihres vermeintlichen Journalisten-Ruhms wegen selbst befummelt und ganz augenscheinlich zwischen den Gedanken an fremder Leute Schwänze ihre Koks-Lines auf dem Redaktionsklo zieht? Junge Junge Junge! Dass neben dem ganzseitigen Foto von Josh Homme auch noch eine selbstgezeichnete Skizze von einer E-Gitarre und einem Penis, und darunter die Schlagzeile "Funk - so nennt man den Geruch von Sex" abgebildet ist, traue ich mich fast nicht zu sagen.

Da frage ich mich nun: Gibt es eigentlich ein Gegenteil von Information? Desinformation trifft hier einfach nicht zu. Ich finde hier weniger als gar keinen Nachrichtengehalt. Im Grunde fühle ich mich nämlich tatsächlich sogar fast ein bisschen dümmer, nachdem ich die "Fräulein" gelesen habe. Kann sowas sein?

Naja. Ich möchte nicht jammern. Ich möchte auch meine zwei Euro nicht wiederhaben. Ich möchte nur wirklich dieses Magazin einfach nicht gelesen haben! Und natürlich alle Welt ausdrücklich vor dieser Rotze von Zeitschrift warnen. Bitte nicht kaufen, denn das macht unglücklich.

Freitag, 26. August 2011

oh I want to get away, I want to fly away.

Vorhin hatte ich das Vergnügen, Ninas Bordkarte für ihren Flug nach San Francisco auszudrucken. Schon morgen geht es um halb zwölf mittags von Amsterdam aus in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, damit sie sich dort während eines zwei Wochen langen Road Trips mit vier guten Freunden die Sonne auf den Bauch scheinen lassen kann. Las Vegas, Los Angeles, die nie endenden Weiten der Wüste; das alles wird die nächste Zeit ihr Leben bestimmen.

Da muss man gestehen, dass man doch recht neidisch wird. Und Fernweh bekommt. Wie gern möchte ich nun auch in den nächsten Flieger steigen und dem Alltagstrott entkommen. Wohin die Reise gehen würde? Diese Auswahl sieht bei mir noch immer recht puristisch aus. LONDON! Auch nach etlichen Besuchen in meiner gedanklichen Heimat bin ich noch immer sehr darauf erpicht darauf, bald wieder mal einen Fuß auf britischen Boden zu setzen. Und nach meinem Fernweh heute sowieso! Oh!

Donnerstag, 18. August 2011

The day the music died.

Früher war alles einfacher. Niemand hat in unserem Land wahllos anderer Leute Autos in Brand gesteckt, zwei Dimensionen waren uns bei Nintentospielen völlig ausreichend und von Ehec hatte auch noch niemals jemand etwas gehört.

Vor allem aber hatte ich immer vernünftige Musik in meiner Playlist.

Doch wie das Leben so spielt, kann man sich nicht aussuchen, woher man seine Inspirationen bekommt. Falls man denn überhaupt welche bekommt! Denn seit nunmehr fast einem Jahr bin ich vollkommen ratlos, was meine Musikauswahl angeht. Wo ich vor einigen Monaten kaum genug Zeit hatte, um alle Platten zu hören, die ich unbedingt noch auschecken musste, ist nun das krasse Gegenteil der Fall. Gähnende Leere und Langeweile herrscht in meinem Kopf, wenn es darum geht, vernünftige Musik auszumachen. Zu lange ist es her, dass mich eine Band oder ein Künstler einfach richig vom Hocker gehauen hat.


Natürlich, mein iPod ist wie immer bis zum Bersten vollgestopft mit lauter Titeln, die "unbedingt noch draufmüssen". Immer wieder lösche ich Musik, um neue draufladen zu können -- nur um sie dann doch nicht zu hören. Ganz schön deprimierend!

Und doch ist es nicht so, dass mich plötzlich die Sehnsucht nach einer gut ausgestatteten Musiksammlung verlassen hätte. Vielmehr sorgt hier das viel zu große Angebot für vollkommene Resignation. Wie soll man sich mit knapp 8000 Liedern in der iTunes-Mediathek denn auch bitte auf ein oder zwei Favoriten einigen? Da werden hochgradig entscheidungsunfreudige Personen wie ich schonmal schnell überfordert.

Doch auch wenn ich mich mal dazu durchringen kann, hier und da zwei Alben zu löschen, die ich nicht mehr höre und auch eh noch irgendwo als (Achtung, Old School) Compact Disc herumliegen habe, löst das noch nicht mein Problem. Denn fast täglich kommen schon wieder neue Möglichkeiten hinzu. Bei den ganzen Youtubes, Facebooks und Simfys wird man bis zum Erbrechen mit neuer Musik regelrecht bombadiert! Na schönen Dank, denn da ist die Wahl mittlerweile eine große Qual. Ich bin ja schon froh, wenn ich die Musik, die ich habe, nicht höre! Da hilft also nur die konsequente Ignoranz von allen neuen Hypes, die einem die Welt andrehen möchte.

Doch trotz aller Negativität, es geht berauf. Ich merke, wie mein Interesse an den Klassikern und auch neuer Musik langsam wieder wächst. Meine Hoffnungen lege ich bereitwillig in die Hände der Kaiser Chiefs, Elbow, I Blame Coco. Und immerhin kommt bald Noel Gallaghers Debüt nach der Trennung von Oasis auf den Markt! Na, wenn das mal nicht Besserung verspricht! Und natürlich darf ich auch hier meine fulminante Simfy-Playlist nicht vergessen, die ich in Anlehnung an witzige Zeiten mit der "Ey, ich flippe!"-Lara erstellt habe. Vollgestopft mit unseren Highlight wie The Killers, Orson, Arctic Monkeys und Maxïmo Park, komme ich nicht umher, durchs Zimmer zu hüpfen und mich meiner zu erfreuen! Und genau das soll Musik ja auch tun: Emotionen hervorrufen. Stimmts?


Auch immer wieder gut: JJ72 "October Swimmer"

Mittwoch, 17. August 2011

I pull my old blue jeans on.

Neulich war ich auf eine Party eingeladen. Voller Vorfeude stand ich also abends um halb acht vor dem Kleiderschrank, um mir ein schönes Outfit auszusuchen, und dann der Horror: Ich hab nichts anzuziehen!

Was ein hausgemachtes Dilemma! Da hat man eine Auswahl, die locker einem kleinen H&M-Store gleichkommt, und trotzdem ist nichts dabei, das einem Befriedigung verschafft. Das eine Kleid hat einen blöden Schnitt, die alte Jeans ist richtig langweilig, das neue Top passt einfach zu keinem Rock, und sowieso, die Röcke sind eh alle kindisch oder nuttig und zum schlichten Pulli fehlt der passende Schmuck. Da kann einem schnell mal die Laune nach einem Abend in Gesellschaft vergehen, wenn man sich in all seinen Fummeln einfach nur deplaziert fühlt!


Was also tun? Den gesamten Schrank mit Inhalt der Kleiderspende übergeben oder einfach alles bei eBay verticken? Beide Optionen führen leider früher oder später dazu, dass man WIRKLICH nichts mehr anzuziehen hat. Also muss eine andere Lösung her. Ich habe an dem besagten Abend, der durchaus nicht der erste, aber der übelste seiner Art war, schon in Erwägung gezogen, in meine Affenpyjamahose zu schlüpfen, eine große Portion Vanilleeis zu futtern und einfach fernzusehen. Doof? Ja! Nach unfassbaren zwei Stunden (!) teilweise wütendem Klamottentesten war irgendwann zum Glück doch noch ein Kleid gefunden, das weder zu langweilig, noch zu nuttig, noch zu spießig, sportlich oder kindisch ist. Dazu noch schnell meinen super Riesen-Schleifen-Gürtel um die Hüfte gebunden und los gings gen Party! Glück gehabt!

Mittlerweile habe ich mich wieder mit einigen Stücken aus meinem Kleiderschrank anfreunden können. Allerdings frage ich mich nun, was mit den ganzen Sachen zu tun ist, die ich nicht mehr trage. Jeder hat doch zwei oder drei Lieblingsstücke, und der Rest der Haute Couture wird meist einfach übergangen. Dazwischen hängen dann Kleider, die ich ein oder zweimal probegetragen und für schlecht befunden habe, T-Shirts, deren Muster auf keine Kuhhaut passt, und auch jede Menge Jeans, die einfach nicht mehr gut sitzen. Aussortieren will man aber auch nicht, denn man weiß ja nie! Vielleicht kommen ja bald Stilbrüche, Mustermixe und schlecht sitzende Hosen in Mode, also werde ich die Sachen sowieso behalten und das nächste Mal wieder hoffnungslos verloren sein auf der gefahrvollen Suche nach dem perfekten Outfit.

Copyright © 2014 Katy in the Sky

Distributed By Blogger Templates | Designed By Darmowe dodatki na blogi | Disclaimer